Liebe Mondschein-Freunde,
wir wünschen Euch allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!
Markus Kegele und all die fleißigen Mondschein-Hände
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Den stärksten Impuls im Tourismus erhielt Stuben durch den Wintersport. Der Ort war Kulisse für die Luis Trenker-Filme "Sonne über dem Arlberg", "Der weiße Rausch" sowie "Berge in Flammen".
Von hier aus trat das Brettlrutschen, auch Narrenholzgleiten genannt, seinen Siegeszug in vier Erdteile an, und der am 24. 06. 1890 in einer der 13 Stuben geborene Hannes Schneider machte den Arlberg zu einer Hochburg des Schilaufs. Doch lassen wir ihn selbst erzählen, wie er damals das Schifahren erlernte:
"Im Jahre 1900 sah ich die ersten Schiläufer. Tief beeindruckt begann auch ich meine Gleitversuche im Schnee mit Hilfe von Faßdauben. Bitter empfand ich es aber, daß mich meine Schulkameraden auslachten. Um ihren Spitzbübereien zu entehen, bin ich oft am Abend, wenn mich niemand mehr sah, bei Mondschein über den Stubner Bühel heruntergefahren. Auch bei den älteren Dorfbewohnern fand ich wenig Sympathie. Doch, "wenn di Lüt oft lad to hond" ich gab nicht auf.
1903 sah mich Prof. Weiser aus Ulm, der spätere Obmann der Sektion des deutsch-österreichischen Alpenvereins, mit meinen selbstgebastelten Schiern und schenkte mir ein paar richtige Schier mit Mehrrohrbindung. Zu jener Zeit kamen öfters Schiläufer an den Arlberg, vor allem aber Victor Sohm, der mich gelegentlich auch mitnahm. Dabei lernte ich von ihm Technik, Christiania und das Springen auf einem Loopinghügel. Unvergesslich wird mir bleiben, wie ich gelegntlich eines Ausflugs zum Zürsersee Herrn Sohm einen Stemmbogen ausführen sah, der mich in größtes Erstaunen verstzte. Diesem Stemmbogen verdanke ich mein späteres Können."
Hannes Schneider war zweifellos ein Skitalent. Zwei Jahre nach Gründung des Skiclubs Arlberg wurde er mit kaum 13 Jahren Clubsieger, und am 7. 12. 1907 packte er seine Siebensachen und zog trotz eines verlockenden Angebots aus Montreux als Skilehrer auf die andere Seite des Arlbergs nach St. Anton, wo er vom Hotelier Carl Schuler angestellt wurde, um den Gästen Skiunterricht zu erteilen.
Des jungen Stubners Können ging weit über den Durchschnitt hinaus. Und wenn er zunächst jede Schussfahrt und Richtungsänderung nur vorzeigte mit den Worten "So macht man das!", so begann er doch bald, den Skilauf methodisch zu lehren. Er entwickelte seinen eigenen Stil, der mit Hilfe der "Arlberghocke" ein schnelleres Fahren ermöglichte.
Zunächst blieb die Anhängerschaft dieser neuen Sportart zwar noch klein, aber die Zahl der Skibegeisterten nahm stetig zu. Unterbrochen wurde die Entwicklung durch den 1. Weltkrieg. Während jener Zeit war Hannes Schneider als Instruktor der Gebirgstruppen am Monte Bondone an der Südfront eingesetzt. Nach Kriegsende nahm er seine Skilehrertätigkeit in St. Anton gleich wieder auf und führte die heute noch gültige Gruppeneinteilung bei Skikursen ein.
Er erweckte auch die Neugier des Regisseurs Arnold Fanck, der die Idee hatte, dem Skisport durch Filme größere Popularität zu verschaffen. Es fehlte ihm aber noch ein überragender Skiläufer, und als er von dem Stubner erfuhr, schrieb er im Jahre 1920: "In meiner Not hörte ich glücklicherweise von einem aus dem Arlberg mit Namen Hannes Schneider, der ein wahres Phänomen auf Schneeschuhen sein soll ...". So wurde Hannes Schneider Hauptakteur in seinen berühmten Filmen, allen voran in dem Film "Das Wunder des Schneeschuhs".
Andererseits rief Hannes Schneider mit Sir Arnold Lunn, Englands großem Skipionier, das Arlberg-Kandahar-Rennen ins Leben, das heute noch eines der Größten der traditionellen Rennen ist.
1930 wurde Hannes Schneider nach Japan berufen, was wohl auch den Anlass dazu gab, dass Japan heute zu den skifreudigsten Nationen der Welt zählt.
Später ging er nach Amerika, wo er in North Conway eine Skischule gründete.