Liebe Mondschein-Freunde,
wir wünschen Euch allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!
Markus Kegele und all die fleißigen Mondschein-Hände
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In der vielfältigen Vorarlberger Landschaft stellt Stuben ein besonderes Kleinod dar. Die geopolitische Lage - der Ort ist sozusagen die "gute Stube der Verbindung" Vorarlbergs mit dem Nachbarland Tirol und damit zum übrigen Österreich - und die Situierung am Fuß zweier Pässe, die gleizeitig die koninentale Wasserscheide und die inneralpine Klimascheide bedeuten, sind spezifische Besonderheiten.
Urkundlich taucht der Name Stuben 1330 erstmals auf. Doch bereits auf dem Reichstag zu Ulm 1218 wurde von Graf Hugo von Montfort den Johannitern in Klösterle das Stubner Gebiet mit der Bestimmung übergeben, am Fuße des Arlbergs für die Reisenden eine Unterkunft zu bauen und ihnen Feuer, Wasser und Obdach zu gewähren.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts setzte eine sprunghafte Steigerung des Verkehrs ein. Bei Hall in Tirol wurde eine neue Saline angelegt, und der Arlberg entwickelte sich zu einer Via Salaria nach der Ostschweiz. Stuben wurde dabei zum Durchgangsort eines florierenden Warenverkehrs. Das mittelalterliche Wirtschaftswunder machte auch in dem bescheidenen Bergdörfchen manchen Bauch etwas runder, denn die Bewohner fanden reichlich Verdienstmöglichkeiten. In den Wintermonaten wurde das Salz auf den Schlitten transportiert. Zur Erhaltung des Weges mußten die Kaufleute oberhalb von Stuben "ze Eggen" einen bestimmten Zoll bezahlen und zwar für einen Reiter 1 Kreuzer und für ein Saumroß 2 Kreuzer. Durchgangszölle und Fuhrlohn brachten den Stubnern beträchtliche Einnahmen. Auch für Speis und Trank der Durchziehenden wurde gesorgt, denn heißt es doch in einer alten Urkunde:
"Zu Stuben am Fuße des Arlenberges gelegen seynd etliche Würths-Hüser, und das ist dort höchst vonnöthen...".
Der starke Verkehr über den Arlberg, der infolge des neu aufkommenden Salzhandels auch im Winter nicht stockte, forderte manches Opfer. Stundenlang war keine Herberge zu erreichen, und mancher, der in einen plötzlich auftauchenden Schneesturm geriet, war verloren. Die nächsten Unterkunftsorte, Stuben und St. Jakob, lagen stundenlang auseinander. Umso heroischer war der Entschluß Heinrich Findelkinds, auf der Höhe des Passes ein Hospiz zu gründen.
Die Ortschaft Stuben wurde zu Habsburgs Zeiten "Des Kaisers größte Stuben" genannt.
Der Ortsname widerspiegelt in treffender Weise das charakteristische Wesen dieser Siedlung: Geborgenheit, Schutz und Wärme zu spenden für alle, die entweder rastend als Durchreisende oder erholend als Touristen das heimelige Gefühl der "Stube" suchen.
Die Nestwärme wird aber nicht nur von der idyllischen Begrenztheit der Ortsgröße und der grandiosen Umrahmung mit dem Erzberg, der Albona und dem Trittkopf geprägt, vielmehr ist es die Herzlichkeit und Freundschaft der Stubner, die eine jahrhundertelange Tradition der Gastfreundschaft pflegen.